Alle Beiträge von MarcusFluegel

Eine Dorfregion entsteht

Levedagsen, Ockensen, Thüste und Wallensen schließen sich für Antrag auf Dorfentwicklung zusammen.

Auf Einladung von Bürgermeister Clemens Pommerening sind sie alle gekommen. Ortsbürgermeister Karsten Appold (Salzhemmendorf) und Karl-Heinz Grießner (Ortschaft Wallensen) sowie Bürgerinnen und Bürger der vier Orte Levedagsen, Ockensen, Thüste und Wallensen, um gemeinsam Ideen für die Dorfentwicklung zusammenzutragen. Denn dies ist der erste Schritt im Antragsprozess zur Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen. Begleitet wird das vom Flecken Salzhemmendorf getragene Antragsverfahren durch die SWECO GmbH, die mit zwei Mitarbeiter*Innen durch den Abend führte und im Nachgang die zahlreichen Ideen strukturiert in das Antragsverfahren einbringt.

Buchempfehlung April 2019

„Ostfriesenfeuer“

Klaus-Peter Wolf hat mit „Ostfriesenfeuer“ den achten Band aus der Reihe um Ann Kathrin Klaasen herausgegeben. Aber auch wenn man die Vorgeschichte nicht kennt, kann man der Handlung gut folgen. Ann Kathrin heiratet ihren Kollegen Frank Weller. Doch noch während die Hochzeitsfeier im kleinen Kreis am Osterfeuer ausklingen soll, geschieht ein Mord. Bevor die jung Verheirateten am nächsten Morgen in die ersehnten Flitterwochen starten können, entdeckt ein Kollege die Reste einer im Osterfeuer verbrannten menschlichen Leiche. Der Tote ist gerade identifiziert, da geschieht ein weiterer Mord. Ann Kathrin vermutet einen Zusammenhang.

Ein Serientäter inszeniert seine Verbrechen regelrecht. Doch was haben diese mit der psychisch labilen Ines zu tun, die sich erst vor kurzem das Leben nahm?

Der Autor beschreibt die Geschehnisse einerseits aus der Sicht der Ermittler, andererseits aber auch aus Sicht des Täters. Dadurch bekommt der Leser Einblick in die Gefühlswelt des Täters und kennt bereits sein Motiv, wenn die Ermittler noch im Dunkeln tappen. Mit Tiefgang und viel Liebe zum Detail werden Ermittlungen, Fortschritte und Rückschläge beschrieben.

In einem zweiten Handlungsstrang geschieht ein Unglück, dass alle Polizeibeamte erschüttert. Der Chef der Polizeidienststelle Ubbo Heide wird niedergestochen und kommt mit lebensgefährlichen Verletzungen auf die Intensivstation.

„Ostfriesenfeuer“ ist ein solider Krimi, der manchmal etwas langatmig und teilweise überzogen und skurill ist, aber durchaus spannend. Da die Szenen sehr bildhaft beschrieben werden, ist er nichts für zartbesaitete Gemüter.

Klaus-Peter Wolf wurde 1954 in Gelsenkirchen geboren. Er lebt als freier Schriftsteller in der ostfriesischen Stadt Norden. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt. Mehr als 60 seiner Drehbücher wurden verfilmt, darunter viele für „Tatort“ und „Polizeiruf 110“.

Wanderung durch den frühlingshaften Ith

DorfKulTour lädt ein:

Geführt durch Heinrich Meier geht es durch den Ith. Rucksackverpflegung + festes Schuhwerk sollten mitgebracht werden.

Nach der Wanderung besteht die Möglichkeit zum gemütlichen Ausklang im Haus an der Stadtmauer bei Bratwurst, Kaffee + Kuchen.

Sonntag, 14.04.2019, Start um 9:30 Uhr am Haus an der Stadtmauer, Mühlenwall 18 in Wallensen. Dauer ca. 4-5 Std. Für Fragen vorab steht Ihnen Heinrich Meier unter Tel. 05186/1036 gerne zur Verfügung.

Buchempfehlung März 2019

„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“

ist der dritte Band der Familiensaga. In den ersten beiden Bänden erzählt der Autor vom Aufwachsen in einer psychiatrischen Klinik, in der sein Vater Direktor war und vom Austauschjahr in Amerika. Im dritten Band geht es um seine Zeit an der Schauspielschule in München, vor allem aber um seine geliebten, bürgerlichen Großeltern, bei denen er zu jener Zeit wohnte.

Meyerhoff will nach der Schule Zivildienst leisten und von Zuhause ausziehen, von Schleswig nach München. Aus einer Laune heraus bewirbt er sich an der Münchner Schauspielschule und wird zu seinem eigenen Erstaunen angenommen. Er zieht zu seinen Großeltern in eine großbürgerliche Villa nach Nymphenburg. Die Tage der Großeltern sind durch strikte Rituale, bei denen Alkohol eine nicht unwesentliche Rolle spielt, strukturiert. Die Großmutter musste die eigene Schauspielkarriere aufgeben, als sie 1946 überfahren und schwer verletzt wurde.

In der Schauspielschule hat Meyerhoff  Demütigungen, Unsicherheiten und Ängste durchzustehen. Während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft gnadenlos versagt, fühlt er sich bei seinen Großeltern immer wieder angenommen. So wird er zum Wanderer zwischen zwei Welten.

Meyerhoff musste schon früh den Tod seines Bruders und seines Vaters und später der Großeltern verkraften, die sicher alle Lücken in seinem Leben hinterließen. Dennoch glaube ich, dass sich der Titel des Buches auf das Nebensichstehen und den ständigen Zwang, sich selbst zu analysieren, bezieht.

Meyerhoffs Bücher sind autobiographisch. „Alle Toten fliegen hoch“ ist der erste Teil der Reihe. Der zweite Teil heißt „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“. Jeder Band ist in sich abgeschlossen, sodass man die Teile nicht in Reihenfolge lesen muss.

Joachim Meyerhoff wurde 1967 in Homburg/Saar geboren und wuchs in Schleswig auf. Seit 2005 ist er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. 2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt

Der Ortsrat tagt

Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Wallensen

Am Montag, den 11. März um 19:00 Uhr kommt der Ortsrat der Ortschaft Wallensen im Haus an der Stadtmauer zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

Dabei geht es u. a. um einen Vorschlag zur künftigen Straßenraumgestaltung im Ahornweg, Wallensen.

Die vollständige Tagesordnung ist auf der Internetseite des Fleckens Salzhemmendorf erhältlich.

http://www.salzhemmendorf.sitzung-online.de/pi/to010.asp?SILFDNR=861

Neues Angebot in der Ortsbücherei

Mit einem neuen Angebot starten wir in das Frühjahr. Wir  möchten gern einen Lesekreis ins Leben rufen. Die Idee ist, dass über gemeinsam gelesene Lektüre ein Gesprächsaustausch stattfindet. Dieser soll ca. alle 6 Wochen im Haus an der Stadtmauer stattfinden. Das erste Treffen ist am Montag, den 11.03.2019 um 18.30 Uhr im Anschluss an die Büchereiöffnungszeit. Dann wird auch über die Auswahl des ersten zu lesenden Buches gesprochen. Wir freuen uns auf viele Lese- und Gesprächsinteressierte. 

Das Büchereiteam

Buchempfehlung Februar 2019

Wenn wir wieder leben

Der Roman „Wenn wir wieder leben“ basiert auf einem Stück der eigenen Familiengeschichte der Autorin und wird auf verschiedenen Zeitebenen durch zwei miteinander verbundene Handlungsstränge erzählt.

1960: Wanda lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrer Schwester und ihrer Tante in Westberlin. Sie führt ein wohlbehütetes Leben und will Lehrerin werden. Im Studium lernt sie Andras kennen, der politisch sehr engagiert ist. Andras weckt in ihr den Wunsch, ihre Herkunft zu hinterfragen, denn die Vergangenheit wird in Wandas Familie totgeschwiegen.

1927: Wir lernen Gundi kennen, ein Mädchen, das von der Mutter weggegeben und von dem geliebten Großvater in Danzig aufgezogen wird. Viele Wochenenden und alle Sommerferien verbringt Gundi in dem Ostseebad Zappot. Hier treffen sich die Reichen und Schönen, um die Freiheit und Lebensfreude zu genießen. Gundi liebt Zappot und die Musik. Zusammen mit Julius, Erik und Lore will sie hier ihre überschäumende Lebenslust genießen, musizieren und glücklich sein. Die Gruppe träumt von einer Karriere als Musiker, doch für den Durchbruch fehlt ihnen ein Lied, das zum Hit werden kann. So erfreuen sie weiterhin die Kurgäste in Zappot mit ihrer Tanzmusik.

Die Jahre vergehen und die Zeiten ändern sich. Wanda und ihre Freunde spielen inzwischen ihre Musik auf dem Luxusdampfer „Wilhelm Gustloff“ für Urlaubsreisende und befahren die Meere. Als sich der Krieg anbahnt, will sich die politisch unwissende und sorglose Gundi ihren Traum vom schönen unbeschwerten Leben nicht zerstören lassen und verschließt naiv die Augen vor der kommenden Gefahr. Auch für ihre Freunde ist es nicht leicht, sich politisch für eine Seite zu entscheiden. Sie müssen an ihre Familien aber auch an das eigene Überleben denken. Und es gestaltet sich als schwierige Gradwanderung, mitzumachen ohne dazuzugehören.

Charlotte Roth

Die Literaturwissenschaftlerin Charlotte Roth wurde 1965 geboren und lebt heute mit Mann und Kindern in Berlin. Seit zehn Jahren ist sie freiberuflich als Autorin tätig.

Buchempfehlung Januar 2019

OXEN – Das erste Opfer

„OXEN – Das erste Opfer“ ist der spannende Auftakt einer Trilogie, der Lust auf die zwei Folgebände macht. Im Mittelpunkt steht der Kriegsveteran Nils Oxen, der höchstdekorierte Soldat  in der Geschichte Dänemarks, der selbst auf die Auszeichnungen keinen Wert legt. Er ist einerseits der tapferste Kriegsheld der Nation, andererseits aber schwer traumatisiert durch seine Kriegserlebnisse. In seinen Albträumen verfolgen ihn immer wieder sieben Dämonen, die er durch Alkohol und Drogen abzuschütteln versucht. Menschenscheu geworden sucht er Zuflucht in der Natur und zieht sich in die Wälder Dänemarks zurück. Sein einziger Gefährte ist Mr. White, sein Hund, der ihm Trost spendet und wachsam ist. Doch auch in seinem Waldlager findet Oxen nicht die gesuchte Einsamkeit und wird in einen mysteriösen Todesfall verwickelt. Bald steht er unter Mordverdacht, gerät ins Visier der Geheimdienste und wird gezwungen, selbst zu ermitteln, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Er arbeitet zusammen mit Margarethe Franck vom Inlandsnachrichtendienst, die gleichzeitig den Auftrag hat, Oxen zu überwachen und möglichst viel über ihn heraus zu finden. Die Ermittlungen führen in die höchsten Regierungskreise und es wird ein Wettlauf mit der Zeit, denn schon bald gibt es weitere Leichen. Alles deutet auf die Organisation „Danehof“ hin, ein Geheimbund mit Wurzeln im Mittelalter und Brutstätte dunkler Machenschaften.

„Das erste Opfer“ ist eine faszinierende Geschichte mit nicht immer gradlinig verlaufender Trennlinie zwischen Freund und Feind, sprachlich und thematisch packend und detailreich konstruiert und fesselnd und flüssig geschrieben.

Obwohl die Story in sich abgeschlossen ist, bleiben einige offene Fragen, deren Beantwortung man sich in den Folgebänden erhofft.

Jens Henrik Jensen wurde 1963 in Dänemark geboren. Er arbeitete 25 Jahre als Journalist. Für eine dänische Tageszeitung war er als Redakteur und Ressortleiter tätig. Zu seinem Lebenslauf gehören mehrere Weltreisen durch Südamerika, Russland und den Balkan. Seit 2015 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben von Büchern. 2017 gewann er den Danish Crime Award. Jensen ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Esbjerg an der dänischen Nordseeküste.

Buchempfehlung Dezember 2018

„Das Fest der kleinen Wunder“

Wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1925 in Ostpreußen. Die 16-jährigeFrederike, genannt Freddy, lebt gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihren Halbgeschwistern auf dem Gut Fennhusen. Ihre Mutter ist in dritterEhe mit Erik verheiratet, dem das Gut gehört. Es ist Frederikes letztes Jahr auf  Fennhusen, denn sie besucht im nächsten Jahr die höhere Töchterschule. Umso mehr genießt sie die unbeschwerte und behütete Kindheit und reitet gern mit ihrem geliebten Pony Glumse aus. IhrLieblingspferd allerdings ist Caramell, das ihrer Mutter gehört. Caramell ist für Frederike die letzte Verbindung zu ihrem verstorbenen leiblichen Vater. Dadas Pferd bockig ist und sich kaum noch reiten lässt, soll es an das Nachbar gutverkauft werden. Das will Frederike unbedingt verhindern.

Frederike kümmert sich fürsorglich um ihre Geschwister. Ihr Bruder ist technisch sehr interessiert und versucht seinen Wissensdrang zu befriedigen, dabei setzt er sich gern über Verbote hinweg.

Der Mittelpunkt des Hauses ist die heimelige Küche. Köchin Schneider zaubert schmackhafte Köstlichkeiten, verwöhnt die Kinder mit Leckereien und spricht-sehr authentisch – ostpreußischen Dialekt. Einfühlsam wird das Zusammenleben von Herrschaft und Bediensteten beschrieben, die alle hart arbeiten, aber auch feiern können.

Der Roman ist sehr unterhaltsam, Land und Leute werden liebevoll dargestellt. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, der eingestreute ostpreußische Dialekt verführt zum Schmunzeln.

Ulrike Renk nimmt mit diesem Roman Bezug auf Band 1 ihrer Ostpreußensaga. Es handelt sich bei „Das Fest der kleinen Wunder“ um eine ergänzende, in sich abgeschlosseneVorgeschichte, die sich nicht chronologisch einordnen lässt.

Ulrike Renk

wurde 1967 in Detmold geboren, zog dann mit Eltern und Bruder nach Dortmund. Nach einemStudienaufenthalt in den USA absolvierte sie ein Studium der Anglistik,Literaturwissenschaften und Soziologie in Aachen. Sie ist verheiratet, Mutter von vier Kindern, lebt heute in Krefeld am Niederrhein und arbeitet als freie Autorin.