Buchempfehlung Juli 2018

„Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ von Michelle Marly

„Ich bereue nichts im Leben – außer dem, was ich nicht getan habe.“ (Coco Chanel)

Der Roman erzählt von der Entstehung des berühmten Parfums Chanel No.5 von Gabrielle „Coco“ Chanel im Jahr 1919 in Paris. Es ist die interessante Geschichte um eine der faszinierenden Frauen der Zwanziger Jahre. Coco war zur damaligen Zeit eine einzigartige und selbstbewusste Frau mit Geschmack für Mode und eigenem Stil.
Coco, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, hat es geschafft, sich einen Namen als Modeschöpferin zu erwerben. Dann verliert sie unter tragischen Umständen ihren Geliebten, Arthur „Boy“ Chapel. Sie ist von ihrer Trauer überwältigt. Erst der Gedanke, ihre Liebe zu ihm in einem Parfum auszudrücken, gibt ihrem Leben wieder einen Sinn. Auf der Suche nach dem besonderen Parfum als flüchtiges Denkmal der Liebe setzt sich Coco mit der Kreation eines Duftes auseinander, das am russischen Zarenhof verwendet wurde und inzwischen nicht mehr hergestellt wird. Das Buch lässt viele Prominente des Paris der Zwanziger Jahre auftreten. Coco lernt sowohl russische Adlige kennen, die nach der russischen Revolution nach Paris emigriert sind, als auch Künstler wie Pablo Picasso und Igor Strawinsky.
So bringt uns die Autorin die Entstehungsgeschichte  des Parfums Chanel No.5 näher, aber es werden auch persönliche Hintergründe und Erlebnisse aus Cocos Leben erläutert. Dadurch gelingt Ihr eine gute Mischung aus sachlichen Informationen und fiktiven Elementen.

Marly erzählt unaufgeregt spannend und es fühlt sich gut recherchiert an. Die Sprache ist einfach zu lesen, der Schreibstil ist flüssig.

Michelle Marly ist eine deutsche Bestsellerautorin, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Ihre Mutter war in den 1950ern ein bekanntes Mannequin. Michelle Marly wohnte lange in Paris und lebt heute in Berlin und München.

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