Buchempfehlung September 2018

„Letzter Tanz“ von Jeffery Deaver

„Letzter Tanz“ ist nach „Der Knochenjäger“ der zweite Fall für den querschnittsgelähmten Spezialisten für forensische Analytik Lincoln Rhyme, der als Berater für das New York Police Department tätig ist, und seiner körperlich gesunden Assistentin, der Polizistin Amelia Sachs.
Der millionenschwere Waffenhändler Hansen hat bemerkt, dass der Staat New York ihm auf den Fersen ist und entsorgt belastendes Beweismaterial. Dabei wird er von drei Menschen beobachtet, die ihn mit ihren Aussagen für immer hinter Gitter bringen können. Hansen heuert einen Killer an, der diese Zeugen zum Schweigen bringen soll. Der „Totentänzer“ ist ein berüchtigter Auftragskiller, der niemals Spuren zu hinterlassen scheint. Als einer der Zeugen bei einem Bombenanschlag auf ein Flugzeug ums Leben kommt, nimmt das FBI die anderen zwei in Schutzhaft.
Obwohl Rhyme seit einem Unfall, bei dem er sich die Wirbelsäule brach, vom Hals abwärts gelähmt ist, gelingt es ihm, einen Tatort so zu entschlüsseln, die Rückstände eines Bombenanschlags so zu deuten oder eine Handvoll Dreck so zu identifizieren, dass er dem Killer auf die Spur kommt. Rhyme und Sachs bemühen sich nun, die zwei Zeugen am Leben zu halten, damit sie ihre Aussagen gegen Hansen machen können. Zur Verdeutlichung des Countdowns steht zu Beginn jedes Kapitels die Zahl der verrinnenden Stunden bis zur angesetzten Gerichtsverhandlung.
Der Autor lässt den Leser immer wieder an den Gedankengängen des Täters teilhaben und die Spannung wird durchgehend gehalten. Das liegt auch daran, dass es immer wieder unvorhersehbare Wandlungen gibt, die noch einmal alles auf den Kopf stellen.

Wer spannende Unterhaltung ohne großen literarischen Anspruch mag, wird hier sehr gut bedient. Der Thriller erschien erstmals 1998 und wurde nun nach 20 Jahren 2018 neu aufgelegt.

Jeffery Deaver wurde am 06.05.1950 in der Nähe von Chicago geboren. Er verfasste sein erstes Buch mit 11 Jahren. Nachdem er den Bachelor of Journalism an der Universität von Missouri gemacht hatte, arbeitete Deaver als Zeitungsautor. Nach einer weiteren Ausbildung an der Fordham Law School war er einige Jahre als Rechtsanwalt für eine große Firma an der Wall Street tätig. Seit 1990 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben. Jeffery Deaver ist geschieden und hat keine Kinder. Er lebt abwechselnd in North Carolina und Kalifornien.

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