Schlagwort-Archive: Buchempfehlung

Buchempfehlung Dezember 2019

Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Polly lebt mit ihrem Verlobten Huckle in einem alten, kalten Leuchtturm an der Küste Cornwalls. Die Weihnachtszeit rückt näher, aber Polly ist im Dauerstress und so noch gar nicht in Weihnachtsstimmung. Sie liebt das Backen in ihrer kleinen Bäckerei und ihre Waren sind bei allen sehr gefragt. Trotzdem ist Polly chronisch pleite. Jetzt soll sie auch noch auf dem Weihnachtsmarkt helfen und die Einnahmen spenden.

Huckle möchte Polly gern heiraten, aber auf diesen nächsten Schritt in ihrer Beziehung kann Polly sich nicht so recht einlassen und schiebt immer wieder die viele Arbeit vor.

Pollys hochschwangere Freundin Kerensa hat ein heikles Geheimnis, das sie Polly unter größter Verschwiegenheit anvertraut.

Huckle und Polly planen ein ruhiges Weihnachtsfest in Zweisamkeit, nur zusammen mit Neil, dem zahmen Papageientaucher, der mit im Leuchtturm wohnt. Doch Kerensas stinkreicher Ehemann Reuben inszeniert ein großes Weihnachtsevent und stellt dafür Polly als Bäckerin an. Nach anfänglicher Weigerung willigt Polly ein, denn so kann sie auch noch die Papageientaucherstation retten. Sie kann halt einfach nicht nein sagen.

„Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ ist nach „Die kleine Bäckerei am Strandweg“ und „Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“  der letzte Band einer Trilogie um Polly und ihre Mitstreiter. Auch wer die ersten zwei Bände noch nicht gelesen hat, findet sich schnell in der Geschichte zurecht. Es ist ein leichter, warmherzig und liebenswert erzählter Lesestoff, der locker leicht und unterhaltsam weg zu lesen ist.

Jenny Colgan

studierte an der Universität in Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem Marineingenieur Andrew hat sie drei Kinder. Die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich.



Buchempfehlung November 2019

Der Zopf

In „Der Zopf“ gibt Laetitia Colombani einen kleinen Einblick in das Leben von drei starken Frauen, die auf drei verschiedenen Kontinenten leben, und die scheinbar nichts verbindet.

Smita lebt in totaler Armut mit Ehemann und Tochter in Indien. Sie ist als Dalit eine „Unberührbare“ und damit keiner Kaste zugehörig. Jeden Tag muss sie in den Häusern der Reichen die Latrinen leeren. Ihr Mann ist professioneller Rattenfänger, tötet diese mit bloßen Fingern und bringt sie der Familie als Grillgut mit. Während Smitas Mann – treu im Glauben – auf seine Wiedergeburt in einem hoffentlich besseren Leben wartet und sich in sein Schicksal fügt, beschließt Smita, Widerstand zu leisten, damit ihre Tochter Lalita lesen und schreiben lernen kann und eine bessere Zukunft hat. Mitten in der Nacht geht Smita mit ihrer Tochter heimlich fort und verlässt Dorf und Mann.

Giulia arbeitet auf Sizilien in der Perückenmacherei ihres Vaters. Es ist der letzte traditionelle Betrieb, in dem Perücken noch in Handarbeit hergestellt werden. Giulia führt ein behütetes Leben bis ihr Vater schwer verunglückt und in ein dauerhaftes Koma fällt. Als Giulia die Fima weiterführen will, entdeckt sie, dass sie kurz vor dem Ruin stehen. Verzweifelt versucht sie, die Firma und damit die Arbeitsplätze zu retten.

Sarah verkörpert eine moderne Frau. Sie lebt in Montreal, ist eine erfolgreiche Anwältin und will bald Partnerin der Kanzlei werden. Zwei gescheiterte Ehen liegen hinter ihr, ihre drei Kinder werden von einem Tagesvater betreut. Da erfährt Sarah von ihrer schweren Krankheit. Zuerst verheimlicht sie ihren Zustand mit allen Mitteln, aber dann wird sie doch gezwungen, ihr Leben zu überdenken und Prioritäten neu zu setzen.

Am Ende verflicht die Autorin diese drei Geschichten kunstvoll miteinander, so dass der Zopf als Bild für das Zusammenfließen der Frauenschicksale steht, auch wenn sie sich persönlich nie kennenlernen.

Laetitia Colombani

wurde 1976 in Bordeaux geboren. Sie ist Filmschauspielerin und Regisseurin. „Der Zopf“ ist ihr erster Roman, die Filmrechte sind bereits vergeben. Die Autorin lebt in Paris.

Buchempfehlung Oktober 2019

Marienfelde

Der Roman „Marienfelde“ handelt vom Leben im zweigeteilten Berlin der 50er und 60er Jahre. Die 16jährige Sonja beendet die Schule in Westberlin, möchte jetzt die Handelsschule besuchen und später ein eigenes Kosmetikstudio eröffnen. Der Krieg ist endlich vorbei und das Wirtschaftswunder bringt Deutschland voran. Sonjas Eltern betreiben ein erfolgreiches, kleines Fuhrunternehmen und bekommen von einem Autohersteller das Angebot, ein Autohaus zu führen. Das expandierende Unternehmen braucht einen Nachfolger und so folgt Sonja dem Willen der Eltern und besucht eine Bräuteschule am Wannsee. In diesem Internat lernt sie Etikette, Haushaltsführung, Kochen, Gärtnern, Babypflege und bekommt Tanz- und Benimmunterricht. Sie soll zur perfekten Ehefrau erzogen werden und dem idealen Frauenbild dieser Zeit entsprechen damit sie einen guten Ehemann findet.

Während es in Westdeutschland aufwärts geht, lebt Sonjas Onkel in Ostberlin, ist glühender SED-Anhänger und setzt sich für ein freies und gerechtes Deutschland ein. Immer wieder erzählt er von den Vorzügen des Sozialismus. Am 17. Juni 1953 fährt Sonja nach Ostberlin und nimmt an der Demonstration teil. Schockiert und entsetzt über ihre dortigen Erlebnisse kehrt sie nach Westberlin zurück. Doch bei dem Arbeiteraufstand hat sie die Krankenschwester Ulla kennengelernt, die in dem Notaufnahmelager Marienfelde für DDR-Exilanten arbeitet. Sonja besucht Ulla dort und ist fasziniert von deren Arbeit.

Jahre sind vergangen, Sonja ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet in Marienfelde, sehr zum Missfallen ihres Mannes.

Corinna Mell hat einen unterhaltsamen, leicht zu lesenden, berührenden Roman geschrieben, der uns ein Stück deutscher Geschichte nahe bringt.

Corinna Mell

Der Roman „Marienfelde“ handelt vom Leben im zweigeteilten Berlin der 50er und 60er Jahre. Die 16jährige Sonja beendet die Schule in Westberlin, möchte jetzt die Handelsschule besuchen und später ein eigenes Kosmetikstudio eröffnen. Der Krieg ist endlich vorbei und das Wirtschaftswunder bringt Deutschland voran. Sonjas Eltern betreiben ein erfolgreiches, kleines Fuhrunternehmen und bekommen von einem Autohersteller das Angebot, ein Autohaus zu führen. Das expandierende Unternehmen braucht einen Nachfolger und so folgt Sonja dem Willen der Eltern und besucht eine Bräuteschule am Wannsee. In diesem Internat lernt sie Etikette, Haushaltsführung, Kochen, Gärtnern, Babypflege und bekommt Tanz- und Benimmunterricht. Sie soll zur perfekten Ehefrau erzogen werden und dem idealen Frauenbild dieser Zeit entsprechen damit sie einen guten Ehemann findet.

Während es in Westdeutschland aufwärts geht, lebt Sonjas Onkel in Ostberlin, ist glühender SED-Anhänger und setzt sich für ein freies und gerechtes Deutschland ein. Immer wieder erzählt er von den Vorzügen des Sozialismus. Am 17. Juni 1953 fährt Sonja nach Ostberlin und nimmt an der Demonstration teil. Schockiert und entsetzt über ihre dortigen Erlebnisse kehrt sie nach Westberlin zurück. Doch bei dem Arbeiteraufstand hat sie die Krankenschwester Ulla kennengelernt, die in dem Notaufnahmelager Marienfelde für DDR-Exilanten arbeitet. Sonja besucht Ulla dort und ist fasziniert von deren Arbeit.

Jahre sind vergangen, Sonja ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet in Marienfelde, sehr zum Missfallen ihres Mannes.

Corinna Mell hat einen unterhaltsamen, leicht zu lesenden, berührenden Roman geschrieben, der uns ein Stück deutscher Geschichte nahe bringt.

Corinna Mell

wurde Ende der Fünfzigerjahre in der Nähe von Osnabrück geboren. Sie lebt heute als freie Autorin in Berlin und in der Nähe von Köln. Ihre Begeisterung für Geschichte und Soziologie hat sie zu diesem Roman inspiriert.

wurde Ende der Fünfzigerjahre in der Nähe von Osnabrück geboren. Sie lebt heute als freie Autorin in Berlin und in der Nähe von Köln. Ihre Begeisterung für Geschichte und Soziologie hat sie zu diesem Roman inspiriert.